Babybrei kochen – So gelingt der Start

Babybrei kochen
Foto von Daniel Reche von Pexels

Herzlich Willkommen zum Babybrei kochen

Prima, dass du dich entschiede hast, den Brei für dein Baby selber zu kochen. Denn anstatt Fertigbreie zu kaufen, ist das Selberkochen nicht nur viel gesünder für dein Baby, sondern es schont auch noch Umwelt und deinen Geldbeutel. Und lass dir sagen, es ist wirklich total easy Babybrei zu kochen und macht auch noch Spass. Und ehrlich gesagt, magst du ja auch nicht jeden Tag Fertigessen vorgesetzt bekommen.

Babybrei kochen Vorteile

  • frisch gekocht – schmeckt besser
  • echte Lebensmittel, anstatt verarbeitete Supermarktprodukte
  • gut für die Umwelt (Saisonkalender)
  • schont den Geldbeutel
  • du weißt genau, was drin ist

Babybrei kochen Nachteile

  • zeitintensiver
  • saisonal bedingt sind nicht immer Bioprodukte leicht verfügbar (Saisonkalender)

Der Start in die Beikost

leere Flaschen

Die WHO empfiehlt ab einem Alter von ungefähr 6 Monaten mit der Beikosternährung, denn jetzt beginnt der Energie- und Nährstoffbedarf deines Babys zu steigen. Muttermilch allein kann diesen Bedarf nicht mehr decken. Viele Eltern beginnen allerdings bereits ab dem 4. oder 5. Monat. Geschuldet dem, dass sie sich von dem im Handel angebotene Breigläschen in die Irre führen lassen. Auf diesen Gläschen steht dann „nach dem 4. Monat“, was aber soviel wie ab den 5. Monat bedeudet. Alle weiteren Gläschen tragen dann den Wortlaut „ab dem ….Monat“. Auch wenn es dir in den Fingern kribbelt schon früher mit der Beikost zu beginnen, gedulde ich noch ein wenig, denn dein Baby ist mit deiner Muttermilch noch bestens versorgt.

Ist mein Baby bereit für den ersten Brei?

Dass dein Baby für den ersten Brei nun bereit ist, erkennst du daran, dass es womöglich interessiert dich beim Essen beobachtet, vielleicht so gar sein Händchen nach deinem Essen ausstreckt. Oder auch den Mund öffnet, wenn der Löffel kommt und diesen dann auch nicht reflexartig mit der Zunge wieder rausschiebt. Des Weiteren sollte dein Baby schon selbstständig Dinge mit der Hand zum Mund führen können.


Sollte dein Baby gerade durch Krankheit oder Zahnen belastet sein, solltest du den Beikoststart auf die Zeit danach verschieben.


Phase 1: Der erste Brei

Eine guter Zeitpunkt für den ersten Brei ist die Mittagszeit, dein Baby ist vom Vormittagsschläfchen ausgeschlafen, aber noch nicht völlig ausgehungert. Für den Anfang ist es völlig ausreichend, 1-2 Löffel zu füttern, danach bekommt es wie gewohnt seine Milchmahlzeit. An den darauffolgenden Tagen lässt du dein Baby selbst entscheiden, wieviel Brei es essen mag, auch danach bietest du ihm immer noch die Brust oder die Flasche an.

Der erste Brei besteht ausschließlich aus einem milden Gemüse, wie z.b. Möhre, Kürbis, Zucchini oder Pastinake. Es empfiehlt sich mit der Möhre zu starten, da diese gekocht und püriert einen süßlichen Geschmack hat, der dein Baby an die Muttermilch erinnert. Nach einer Woche kochst du dann Kartoffeln mit dazu. Fleisch darf dein Baby dann in der dritten Woche probieren.

Da dein Baby anfänglich sehr wenig von deinem selbstgekochten Brei essen wird. Lohnt es sich eine große Portion zu kochen und diese dann in einem Eiswürfelbehälter einzufrieren. So brauchst du an den kommenden Tagen nur 1-2 Breieiswürfel aufzutauen.

Wie wird der Brei gekocht?

Um alle Nährstoffe so gut es geht zu erhalten, solltest du am besten das Gemüse Dampfgaren. Entweder mit einem Einsatz für den Topf oder einem Dampfgarer. Alternativ kannst du das Gemüse auch im Topf mit ein wenig Wasser erhitzen. Achte aber darauf, dass dir das Gemüse nicht anbrennt.


Welches Gemüse wann Saison hat, erfährst du hier im Saisonkalender.


  1. Woche: Am besten beginnst du mit einem reinen Gemüsebrei, z.B. aus Kürbis, Karotten, Zucchini, Pastinaken oder Süßkartoffel. Bestenfalls bleibst du am Anfang der Beikosteinführung bei einer Gemüsesorte.
  2. Woche: Nimmt das Baby den Gemüsebrei gut an, kannst du dem Brei ab der zweiten Woche Kartoffeln und etwas Rapsöl beimengen – so wird der Brei reichhaltiger, das Öl löst wichtige Vitamine und dein Kind bekommt mehr Nährstoffe.
  3. Woche: Ab der dritten Woche darf Baby zum ersten Mal Fleisch schmecken. Ergänze den Mittagsbrei um Fleisch. Nimmt es das Fleisch an, kannst du es in der darauffolgenden Zeit auch mit Fisch probieren. Als vegetarische Alternative bietet sich Getreide an.
Rezept Babybrei

Rezept für den ersten Brei:
300 g Möhren
100 ml Apfelsaft (bitte ohne Zuckerzusatz)
1 EL Rapsöl
Die Möhren schälen und in Scheiben schneiden. In einem Topf mit Dampfgareinsatz die Möhren garen, bis sie kurz vor dem Zerfallen sind. Danach mit dem Apfelsaft und Rapsöl und pürieren.

Foto von mali maeder von Pexels

Diese Geräte und Utensilien sind nützliche Hilfsmittel in der Breiküche.

Der richtige Löffel

Ist ganz klar ein Babylöffel, denn dieser ist an den Babymund angepasst und hat einen langen Stil, damit du gut füttern kannst. Welchen Löffel von welchem Hersteller du jedoch verwendest, kommt ganz auf deine Vorliebe an. Letzenderes kauft man zig verschiedene Babylöffel, weil die gerade so hübsch aussehen, aber benutzt dann doch immer wieder den selben, der so gut in der Hand liegt. Ich persönlich mochte am liebsten die von Nuk. Später dann die leichten von Aptamil, die es mal irgendwo gratis gab.

Von diversen Herstellen gibt es auch Löffel, die dir anzeigen, ob der Brei evtl. zu heiß ist. So praktisch, das natürlich zu sein scheint, sind diese Löffel allerdings im Gebrauch weniger nett, da sie meistens doch globiger sind, als die normalen Löffel. Um die Temperatur des Breis zu testen, hältst du einfach den Löffel mit etwas Brei an deinen eigenen Lippen und merkst sofort, ob die Temperatur passt.

Wie geht es weiter?

Ab dem zweiten Monate nach der Beikosteinführung kommt zum Mittagsbrei der Abendbrei dazu. Wieder ein Monat später der Nachmittagsbrei und ab dem 4 Monaten (also ab einem alter von 9 Monaten) kannst du langsam auch Snacks anbieten.

Phase 2: Der Abendbrei

Der Abendbrei ist ein Milch-Getreidebrei und ersetzt die letzte Stillmahlzeit vor dem Schlafengehen. Anstatt die Fertigbreie zu verwenden, könnt ihr diesen Brei auch super easy selber zubereiten. Verwendet dazu eure Muttermilch oder die Flaschennahrung und mischt diese Schmelzflocken oder andere Getreidemischungen hinzu. Gerne könnt ihr zur Abwechslung auch ein Löffelchen Fruchtmus (natürlich immer ohne Zucker) hinzugeben.

Phase 3: Der Nachmittagsbrei

Der Nachmittagsbrei ist ein ein Getreidebrei mit Obst. Hierfür benutzt du die gleichen Getreideflocken wie für den Abendbrei und fügst Obstmus aus dem Gläschen oder auch frisches, püriertes oder geriebenes Obst.

Der Beikostplan nochmal in der Übersicht

…und auch hier zum Herunterladen und ausdrucken.

1. Monat

Morgens:  Stillen bzw. Flasche
Vormittags:  Stillen bzw. Flasche
Mittags: Mittagsbrei (Gemüse-Brei)
Nachmittags: Stillen bzw. Flasche
Abends:  Stillen bzw. Flasche

2. Monat

Morgens: Stillen bzw. Flasche
Vormittags Stillen bzw. Flasche
Mittags: Mittagsbrei (Gemüse-Brei)
Nachmittags: Stillen bzw. Flasche
Abends: Abendbrei (Milch-Getreidebrei)

3. Monat

Morgens: Stillen bzw. Flasche
Vormittags: Stillen bzw. Flasche
Mittags: Mittagsbrei (Gemüse-Brei)
Nachmittags: Nachmittagsbrei (Getreide-Obstbrei)
Abends: Abendbrei (Milch-Getreidebrei)

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